Liebe Freundinnen und Freunde der Bürgerinitiative Fliegerhorstsiedlung Neu-Teveren,

hier der aktuelle Pressespiegel vom 19.05.2016.
Basis des Artikels und Kommentares war unsere folgende Veröffentlicheung hier sowie ein anschließendes Pressegespräch: Artikel und Kommentar vom 19.05.2016 (einfach drauf klicken und lesen)
Teverener Tiger zeigt jetzt seine Zähne Geilenkirchener Zeitung 19.05.2016
Kommentar Udo Stüsser Geilenkirchener Zeitung 19.05.2016

 

Quelle: Geilenkirchener Zeitung vom 19.05.2016

Wir danken der Lokalredaktion Geilenkirchen für diese Veröffentlichung zur Sache und sehen keinen Anlass, dies weiter zu kommentieren.

Herzliche Grüße aus der Siedlung und für die Siedlung

Stellv. für die BIFT-GK
Norbert Grimm
Dipl.-Kaufmann

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Nicht nur Lob aus der Fliegerhorstsiedlung – Rückblick und Perspektive zur  bisherigen Arbeit der Bürgerinitiative Fliegerhorstsiedlung Neu-Teveren (BIFT-GK)

Nun sind es schon fast zwei Jahre (Oktober 2014), dass sich die BIFT-GK zum Thema Entwicklung eines städtebaulichen Sanierungskonzeptes für  die Fliegerhorstsiedlung Neu-Teveren gründete, um nach seinerzeit sehr unklaren Aussagen der Verwaltung der Stadt Geilenkirchen echte Bürgerbeteiligung zu diesem Thema sicher zu stellen.

Hier mal ein längst fälliger Rückblick und Ausblick:

Wie alles begann:

Anfangs ging in der Stadt das Gerücht um, die BIFT-GK hätte sich formiert, um die Ansiedlung asylsuchender Menschen hier zu verhindern (leider sehr falsch).

Nachdem die Verwaltung unter der damaligen Leitung von Bürgermeister Fiedler auch im Nachgang unserer ersten öffentliche Vollversammlung verstanden hatte, dass wir es ernst meinen mit Bürgerbeteiligung und Interessenvertretung hier, wurde die BIFT-GK in den Gesamtprozess aktiv eingebunden. Das betraf sowohl die Planungen zur Ansiedlung von asylsuchenden Menschen hier, wie auch die Herangehensweise zur Entwicklung eines  städtebaulichen Sanierungskonzeptes (sicher strategisch eine kluge Entscheidung).

Wir wurden sogar vor den Fraktionen des Stadtrates in die Planungen des Planungsbüros MWM einbezogen, zu Spotzentreffen der Verwaltung mehrfach eingeladen und regelmäßig informiert.  Auch was Umfang und Timing der Ansiedlung von asylsuchenden hier betrifft, wurden wir vorher einbezogen und nicht vor vollendete Tatsachen gestellt (siehe von der Verwaltung freigegebene Protokolle auf unserer Seite aus 2015).

So haben wir uns im Frühjahr 2015 auch vor der Befragung der Mieter und Mieterinnen sowie der Eigentümer und Eigentümerinnen hier aktiv mit unseren Interessen einbringen können (sogar der Fragebogen wurde uns damals zur Diskussion gestellt  und für Verbesserungsvorschläge vorgestellt, unsere Vorschläge wurden dann auch eingearbeitet). Die Ansiedlung  von asylsuchenden hier wurde damals als zumutbar bis maximal 10 Häuser festgeschrieben.

Wir waren glaubten an das gesprochene Wort und unsere Protokolle dazu und haben sogar die Befragung der Bürgerinnen und Bürger hier von unserer Internet-Seite aus aktiv unterstützt.

Die Wende :
Die Befragung wurde durch das Planungsbüro MWM aus Aachen durchgeführt und es war damals schon ein riesen Akt, die Ergebnisse zu bekommen. MWM und die Verwaltung der Stadt Geilenkirchen waren sauer, dass die BIFT-GK einen Infostand von MWM auf dem 1. Integrativen Siedlungsfest der BIFT-GK ablehnte. (Wir haben das bis heute nicht verstanden, dass die auf so eine Schnapsidee kamen, bei einem integrativen Familien-Sommerfest weitere Befragungen der Bürgerinnen und Bürger hier durchführen zu wollen). Auch was die Ansiedlung asylsuchender hier betrifft wurde sich an vorherige Absprachen nicht mehr gehalten. Ihr/Sie erinnert/erinnern sich noch an unsere böse Schlagzeile „Wortbruch“.

Dann begann der Kommunalwahlkampf und interessanter Weise waren wir hier kaum noch ein Thema. Wir brachten uns als BIFT-GK immer wieder mit unseren Themen ein und nur wenige Bürgermeister-Kandidaten bezogen zu unseren Themen klar Stellung.

Wir wussten, jetzt kommt’s drauf an, dass wir mit unseren Themen hier nicht vergessen werden. (Begonnenes sollte doch im Sinne von Hausaufgaben fortgeführt werden und wer auch immer als Bürgermeister sollte dazu klar Stellung beziehen).

Weit gefehlt, bis heute hat sich der neue Bürgermeister auch nach seiner Einarbeitungsphase von nun schon mehr als einem halben Jahr nie öffentlich zu unseren wirklich dringenden Problemen geäußert.

Vielmehr wurde uns als BIFT-GK bei Ratssitzungen auf Bürger-Anfragen mit einer vorher nicht gekannten Ignoranz und Arroganz geantwortet (dies selbstverständlich nicht vom neuen Bürgermeister sondern vom techn. Beigeordneten der Stadt Geilenkirchen).

In einem Zeitraum von fast 6 Monaten haben wir in Ratssitzungen immer wieder daran erinnert, dass Begonnenes im Sinne von Hausaufgaben fortzuführen ist (ohne Erfolg, von den nun dem Rat und den Fraktionen vorliegenden 4 Handlungsoptionen für unsere Siedlung haben wir bis heute keine direkte Informationen erhalten).  Vielmehr wurde uns in der oben beschriebenen Arroganz des techn. Beigeordneten auf eine entsprechende Bürgeranfrage in einer Ratssitzung mitgeteilt, man würde uns informieren, sobald es einen neuen Sachstand gäbe und der im Fachausschuss eingebracht und vorentschieden worden sei.

Resümee:
Von echter Bürgerbeteiligung der Verwaltung der Stadt Geilenkirchen kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr die Rede sein. Löbliche Ausnahme hier, das zuletzt sehr konstruktiv geführte Informations- und Abstimmungsgespräch mit der Flüchtlingsbeauftragten der Stadt Geilenkirchen, Frau Wolf. Darüber wurde ja dann auch kürzlich schon in der Presse berichtet.  Alles andere, was echte Bürgerbeteiligung betrifft, offenbar nur Makulatur.

Wir möchten hier letztmalig darauf hinweisen, dass aber gerade diese Bürgerbeteiligung feste Voraussetzung eines jeden vermeintlich anzuzapfenden Förderprogrammes zur Quartiersentwicklung  und auch des geförderten Entwicklung des städtebaulichen energetischen Sanierungskonzeptes für die Fliegerhorstsiedlung Neu-Teveren ist. So war es ja nun auch schon bei der ausnahmsweise geförderten Konzeptentwicklung eine sehr wesentliche Fördervoraussetzung, die betroffenen Bürger auch aktiv zu beteiligen. Nun scheint genau diese vorgeschriebene Form der aktiven Bürgerbeteiligung  und auch die Weiterentwicklung des eigentlichen Konzeptes mächtig ins stocken geraten zu sein.

So geht das nicht, liebe Damen und Herren aus der Verwaltung. Die Bezirksregierung wird nicht amüsiert sein, das zu lesen, wo sie doch den Prozess nur unter der Maßgabe echter Bürgerbeteiligung klar gefordert hat! Wir werden nun offenbar neue Wege beschreiten müssen, um unsere Interessen aktiv einzubringen.

Perspektiven:
Bevor wir, wie andere schon vor Jahren unnötig Porzellan zerbrechen, unsere Zeit mit offenbar nur bedingt interessierten Ansprechpartnern verschwenden und die jetzt noch an den Verhandlungstischen sitzenden Beteiligten verstören, werden wir und haben wir längst nach anderen Lösungen gesucht.

In den letzen sechs Monaten haben wir daher intensiv den Dialog und die Abstimmung mit vielen Fraktionen des Rates der Stadt Geilenkirchen gesucht und gefunden. Hier wurde uns in unserer Sache aktive Unterstützung zugesichert.

Wir wollen  jetzt an diese aktive interfraktionelle Unterstützung  glauben!

Unsere klaren und hoffentlich unmissverständlichen Forderungen:

  • Transparenz und ehrliche Öffentlichkeit zu den Planungsentwürfen für das städtebauliche energetische Sanierungskonzept für die Fliegerhorstsiedlung Neu-Teveren
  • Aktive Beteiligung der Bürgerinitiative Fliegerhorstsiedlung Neu-Teveren (BIFT-GK) an Abstimmungsgesprächen mit BIMA und weiteren Akteuren zur Entscheidungsvorbereitung und -findung
  • Öffentliche Beteiligung aller betroffenen Bürgerinnen und Bürger der Siedlung
  • Einbindung der BIFT-GK als regelmäßige Vertretung weil „wirklich sachkundige Bürger“ in Rats- und Fachausschusssitzungen (Stadtentwicklung/Wirtschaftsförderung) zu diesem Themenkomplex
  • Regelmäßige Bürgerinformationsveranstaltungen vor Ort zum Status und zu weiteren Planungen sowie ersten Umsetzungsschritten
  • Verantwortungsbewusstsein der Verwaltung ohne Fingerzeig auf andere im Sinne „Eigentum verpflichtet“ (gemeint sind hier Straßen und Kanäle wie zum schlimmsten Zeiten der DDR, die klar zum verpflichtenden Eigentum der Stadt Geilenkirchen gehören)

Ausblick und Perspektive:
Die BIFT-GK ist im guten Glauben daran, dass wichtige Themen der Stadt insbesondere Themen der Quartiersentwicklung auch im Stadtrat nicht nur deshalb untergehen, weil Visionen wie „AWACS am Stiel“ von den eigentlich wichtigen Themen bzw. Hausaufgaben ablenken.

Löst man sich endlich von Prestige-Projekten und denkt noch einmal in Ruhe nach was die Stadt Geilenkirchen wirklich voranbringt? Verrottende Quartiere helfen der Kaufkraft da eher wenig.

Wir schaffen es nicht, hier nicht eine der treffendsten Definitionen für Marketing zumindest zu nennen:

„Marketing ist, in den Köpfen der Kunden spazieren gehen“

Wenn man also zunächst die Menschen in Geilenkirchen von der Attraktivität Geilenkirchens überzeugt, braucht man nicht mehr ganz so viel von außen zu bewegen.

Wenn es gelingt, die Menschen in der Stadt Geilenkirchen nicht nur mit Blumen zu belatschern, sondern vielmehr von einer ehrlichen Attraktivität der Stadt zu überzeugen, dann identifizieren sich die Bürgerinnen und Bürger nicht nur hier in der Siedlung mit unserer Stadt.

Ein guter Gesamt-Branchen-Mix steigert da sicher die Attraktivität (siehe Baesweiler).

Marketing-Propheten wie vor etwa 15 Jahren haben weder der Stadt Geilenkirchen noch danach der Stadt Übach-Palenberg  wirklich geholfen.

Authentizität und echte Verbesserungen sind  gefragt, nicht vermeintlich unrealisierbar scheinende Visionen oder Parolen!!!

Neue Kunden und die gewünschte Kaufkraft lenkt man damit sicher nicht in unsere Stadt!

„Erst einmal in den Köpfen der Bürger spazieren gehen”, wäre unser klare Empfehlung da!

Fazit:
Wir glauben hier immer noch an eine bessere Zukunft für unser Quartier. Wir werden diesen Thema niemals aufgeben, egal wer da grade aktuell in der Verantwortung steht bei der Verwaltung der Stadt Geilenkirchen. Wir werden für unsere Sache und unsere Themen kämpfen, überparteilich und unabhängig, wie vom ersten Tag an.

Wir werden weiterhin die richtigen Wege zu beschreiten wissen, um als Bürgerinitiative Fliegerhorstsiedlung Neu-Teveren ernsthaft einbezogen zu werden.

Herzliche Grüße aus der Siedlung und für die Fliegerhorstsiedlung Neu-Teveren

Stellv. für die BIFT-GK

Norbert Grimm
Dipl.-Kaufmann

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