Liebe Freundinnen und Freunde der Bürgerinitiative Fliegerhorstsiedlung Neu-Teveren,

so kurz vor Weihnachten kommt insgesamt unerwartet viel Bewegung in unsere Sache.

Es ist sicher schön, zu sehen, dass es voran gehen soll! Klar ist mittlerweile dass wir alle hier in absehbarer Zeit neue Kanäle und  Straßen bekommen werden.  Zu planen bewohnte und Häuser in teilweise guten Zustand im großen Stil abzureißen ist für uns aber inakzeptabel und auch unter sozialen Gesichtspunkten keine Option. Die Stadt Geilenkirchen verhandelt dazu konkret mit der BImA und die hat auch schon zugesagt mündlich. Wenn da jetzt noch schriftlich die Bestätigung kommt, wirds am 13.12.17 bei der Ratssitzung sicher beschlossen. Dann stellt man einen Förderantrag beim Land und dann gehts irgendwann los.

Wir bitten alle Betroffenen ausdrücklich um ihr Engagement in der Sache. Niemand bei der Stadt und dem Planungsbüro MWM in Aachen oder bei der BImA hat sich bisher offenbar Gedanken gemacht, was mit den Mieterinnen und Mietern in den zum Abriss vorgesehenen Häusern passieren soll.

Hier mal der Plan zum neuen Konzeptentwurf:

http://bift-gk.de/wp-content/uploads/2017/12/Staedtebauliches_Entwicklungszenario_V_Empfehlung_-1.pdf

Um nicht allzu viel Zeit zu verlieren, trotzdem aber allen Bürgerinnen und Bürgern hier einen aktuellen Stand zu geben,

haben wir uns entschieden, den Inhalt unserer Facebookgruppe nach der letzten Sitzung des Fachausschusses Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung in dieser Woche hier eins zu eins zu übernehmen:

30.11.2017, 18:00 Uhr Sitzungssaal der Stadt Geilenkirchen:

Ausschuss Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung.

Thema Fliegerhorstsiedlung Neu-Teveren.

Alle Sitzungsunterlagen hier:

http://session.geilenkirchen.de/bi/to0040.php?__ksinr=533

Unsere Anmerkungen dazu kurz gefasst:

Nun soll an einer anderen Stelle tatsächlich richtig abgeräumt werden. Die neue Variante des Sanierungskonzeptes sieht einen erheblichen Rückbau zwischen Yorckstraße, Scharnhorststraße und Lilienthalallee vor. Als neue Variante der Planung und für einen Antrag wurde das gestern unter der Voraussetzung, dass die BImA schriftlich Ihre Mitwirkung und Kostenbeteiligung erklärt im Ausschuss mit 11 zu 7 Stimmen für gut befunden.

Der Rat könnte das am 13.12.2017 entscheiden und es würde dann so in Sachen Förderung noch dieses Jahr beantragt. Nächstes Jahr könnte man dann mit einer Förderzusage und ersten Schritten rechnen. Die Sanierung von Straßen und Kanälen soll davon unabhängig auch ab kommendem Jahr auf der linken Seite der Siedlung beginnen. Eine Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger ist dann erst später wieder vorgesehen. Die Bürgerinitiative wurde nicht einmal noch erwähnt.

Entgegen der Einschätzung der BIFT-GK ziehen die Fraktionen auch im Ausschuss nicht an einem Strang, wenn es um die Zukunft der Siedlung geht.

Man übt sich in rhetorisch schlechten Alleingängen, die dann auch noch als private Meinung und nicht als Meinung der Fraktion deklariert werden.

Drei Dinge die hier mal klar angesagt werden müssen:

Ein Herr Kleinen, “Fraktion” Geilenkirchen Bewegen und FDP bringt uns mit seinen nicht abgestimmten Alleingängen in Sachen Fliegerhorstsiedlung sicher nicht weiter. Auch dann nicht, wenn er seine Beiträge als nicht die der Fraktion verkauft.

Die als private Meinung deklarierten Äußerungen von Herrn Jansen, Bündnis 90/Die Grünen, man solle nicht einen Euro in die Fliegerhorstsiedlung investieren, weil das sinngemäß niemand brauche empfinden wir als wiederholt ignorante Provokation eines offenbar sehr schlecht informierten Kommunalpolitikers, der sich gerne selbst vor aber inhaltslos reden hört.

Getoppt wurde das nur noch von der gewohnt arroganten Art des technischen Beigeordneten Herrn Mönter. Der lies dann mal wieder in einem Nebensatz sinngemäß den Satz fallen. Man wolle ja mit dem Sanierungskonzept vor allem auch ein besseres Klientel anziehen. Die Dame links vor uns auf der Zuschauerbank kriegte Schnappatmung. Sie hatte gerade zwei Häuser gekauft und kernsaniert und fühlte sich natürlich berechtigt persönlich angegriffen.

So kann man nun erstmal folgendes feststellen:

Kanäle und Straßen werden sicher gemacht. Schön und sinnvoll!!!
Sanierungskonzept wird auch noch versucht, wenn auch ohne wirkliche Bürgerbeteiligung im Moment. Die Details sind eigentlich in vielen Bereichen noch völlig unausgegoren. Niemand wird hier ernsthaft Häuser abreißen die überwiegend bewohnt und in einem teilweise recht gutem Zustand oder für die Unterbringung von Geflüchteten der Stadt Geilenkirchen kostenlos genutzt sind. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben hat imagemäßig sicher andere Sorgen als hier mit einer Entmietung zu beginnen, damit man reheinweise Blocks abreißen kann !!! Das hat uns schon vor mehr als einem Jahr der zuständige Portfolio- Manager zugesichert. Ob dann tasächlich alle Garagen verschwinden und Carports die Lösung sein werden weiß doch kein Mensch. Den Spielplatz hier einfach zuzubauen und so nen Quatsch wie einen Quartierspark der kaum noch Fläche haben kann wegen der ganzen Grundstücke zu favorisieren wird man im Zweifel alles noch zu diskutieren haben mit den Menschen hier und dem Fördermittelgeber bzw. der Bezirksregierung direkt.

Wir danken aber allen engagierten Vertretern von Verwaltung und Politik dafür, dass es hier sicher in nun absehbarer Zeit deutliche Fortschritte geben wird auch ohne die Wirkung Selbstdarstellungs-neurosen einzelner Egomanen und ein erkennbares Engagement des Bürgermeisters Georg Schmitz in Sachen echter bzw ernsthafter Bürgerbeteiligung.

Und so berichtete die Geilenkirchener Zeitung (AZ/AN) am Folgetag:

 

Artikel der Geilenkirchener Zeitung online: http://www.aachener-zeitung.de/mobile/lokales/geilenkirchen/neues-konzept-fuer-fliegerhorstsiedlung-verhandlungen-vor-dem-durchbruch-1.1774040

Ganz sicher ist, wir bleiben dran und werden auch in Zukunft Klartext reden und an die Bedürfnisse und unterschiedlichen Interessen der Menschen hier in der Siedlung denken, parteilos und unabhängig, vor allem aber sehr gut vernetzt und in der Sache gut informiert.

Herzliche Grüße aus der vorweihnachtlichen Siedlung und für die Siedlung

Stellv. für die BIFT-GK

Norbert Grimm
Dipl.-Kaufmann

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