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Bürgerinitiative Fliegerhorstsiedlung Neu-Teveren

...wir engagieren uns für Sie.

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Bürgerinitiative Fliegerhorstsiedlung Neu-Teveren

Um hier unsere Interessen selbst vertreten zu können, haben wir am 01.10.2014 die Bürgerinitiative Fliegerhorstsiedlung Neu-Teveren“ ( kurz BIFT-GK) gegründet.    ...hier weiterlesen 

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Letzte aktuelle Meldung zur Siedlung


Vielfalt und Willkommenskultur in Geilenkirchen, Fliegerhorstsiedlung Neu-Teveren
– eine klare Stellungnahme der BIFT-GK.de –

Die Geschichte der Fliegerhorstsiedlung Neu-Teveren war immer auch eine Geschichte der Vielfalt und der gelebten Toleranz.

Bereits in den 1950er Jahren wurde die Siedlung als Unterbringung für Angehörige der britischen Streitkräfte erbaut.
Von Mai 1953 bis Januar 1968 wurde die als ‚RAF Geilenkirchen’ bzw. bei der örtlichen Bevölkerung als ‚Flugplatz Teveren’ bekannte Anlage von den Briten als Jagdfliegerhorst für verschiedene Jagdstaffeln der Royal Air Force genutzt.
So lebten seinerzeit fast ausschließlich Angehörige der Royal Air Force hier.

Mit dem Nutzungswechsel des ehemaligen Jagdbomber-Flughafens im Jahr 1969 veränderte sich schrittweise die Mietergemeinschaft in der Fliegerhorstsiedlung. Das Flugplatzgelände wurde von der Bundeswehr genutzt. Es waren nun zunächst vor allem Angehörige der Bundeswehr sowie Landes- und Bundesbedienstete, denen es vorbehalten war, hier wohnen zu dürfen.

Der Aufbau des E-3A-Verbandes begann im Januar 1980.
Im Oktober 1980 wurde ihm durch den Ausschuss für Verteidigungsplanung (Defence Planning Committee) der NATO der Status eines internationalen militärischen Hauptquartiers zuerkannt. Der Flugbetrieb wurde im Februar 1982 nach Auslieferung der ersten E-3A-Maschine aufgenommen. Am 28. Juni 1982 wurde der Verband offiziell in Dienst gestellt und zum Ende des Jahres 1988 erreichte er die volle Einsatzfähigkeit.

Da der Bedarf der Militärs sowie der Landes- und Bundesbediensteten als Mietinteressenten über die Jahre schrittweise zurückging, ging die Eigentümerin Bundesanstalt für Immobilienaufgaben BImA zunächst dazu über, die leer stehenden Häuser hier nach einer Einhaltung von einer fest definierten Sperrfrist (3-6 Monate) auch für den freien Gesamtwohnungsmarkt an Zivilisten bzw. Mieter zu vermieten, die nicht zu den zuvor genannten Personengruppen zählten.

Wieder wandelte sich das Bild der Fliegerhorstsiedlung und nun lebten Soldaten auch internationaler Herkunft mit Zivilisten und Bürgern unterschiedlichster Nationalitäten, Religionen und ethnischer Herkunft Tür an Tür.
Es entstand ein friedliches Miteinander der unterschiedlichsten Kulturen, um nicht zu sagen eine von Toleranz und Offenheit geprägte Wohnkultur, die sicher auch neben manch anderem Aspekt das Wohnen hier zu etwas Besonderem machten und auch heute noch machen.

Freundschaften mit fremden Menschen als Nachbarn entstanden hier und viele davon werden schon seit mehr als zwanzig Jahren international weiter gepflegt, obwohl mittlerweile oft viele tausend Kilometer die Freundschaften räumlich trennen. Mancher besucht zuweilen seine alten Freunde in ganz Europa bis hin nach Amerika oder Afrika, also in fast der ganzen Welt.

So manches menschlich Bedeutsame ist hier in über 60 Jahren lebendig geworden und wird auch heute noch hier gelebt.

An Gartenzäunen und in Online-Kommentaren zur aktuellen Presseberichterstattung entsteht derzeit, wie wir glauben, ein eher verunsichertes und verzerrtes Bild.

Warum also sollten wir uns Sorgen machen, wenn nun nach aktueller Presseberichterstattung einige Häuser in der Siedlung angemietet werden, in denen, wie auch in vielen anderen Siedlungen Deutschlands und Europas, Flüchtlinge endlich ihre neue Heimat finden können?
Sollten wir nicht einfach zeigen, dass wir hier besonders offen und tolerant sind, nicht zuletzt weil wir es hier über 50 Jahre lang gelernt und gelebt haben?

Für alle Zweifler hier mal ein paar erste harte Fakten, die auch dem beigefügten Presseartikel zu entnehmen sind:

  • Die Stadt Geilenkirchen hat zwei Häuser angemietet in denen zukünftig Flüchtlinge ihre neue Heimat finden werden!
  • Das entspricht mathematisch einem Gesamtanteil von etwa 0,7 % aller Wohnobjekte! (294 Wohneinheiten, 22 verkauft, Rest Leerstand)
  • Weitere Ortsteile von Geilenkirchen leisten einen deutlich höheren Anteil bei der Aufnahme dieser Menschen!
    Die Bürgerinitiative Fliegerhorstsiedlung Neu-Teveren bezieht deshalb nun dazu hier klar Position:

    • Wir stehen auch für Vielfalt der Menschen hier in der Siedlung, unabhängig von ethnischer Herkunft, Religion, sexueller Orientierung oder sozialer Stellung!
    • Wir freuen uns auf unsere neuen Nachbarn und sagen: „Herzlich willkommen!“
    • Wir sehen es auch als unsere Aufgabe, uns für Toleranz, Offenheit und Antidiskriminierung zu engagieren!
    • Fremdenfeindlichkeit, Ausländerfeindlichkeit und Diskriminierung sozial schwächer gestellter oder anderer Personengruppen sowie Radikalismus in jeder Form haben keinen Platz in unserer Bürgerinitiative und entsprechend in der Fliegerhorstsiedlung Neu-Teveren!

    BIFT-GK, 09.11.2014, die Sprecher

    Link zum Nachlesen:   …AZ hier lesen…

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